Soziale Netzwerke – die nächste große Umwälzung der Marketingmedien

Rütteln die neuen Medien an alten Werten? Das Internet erzeugt Cyber-Schockwellen in allen Bereichen unseres Lebens. Auch in deinem zweiten Leben, wenn man so will. Schau dir Youtube, Facebook, MySpace und SecondLife an, um nur einige zu nennen, und vielleicht bist du sogar schon Mitglied in einem oder mehreren davon. Im Folgenden findest du einen Überblick über die einzelnen Kanäle und Statistiken, die dich hoffentlich von ihrer Effizienz überzeugen werden.

Facebook. Dies ist eine frei zugängliche Website, die es den Nutzern ermöglicht, einem oder mehreren Netzwerken beizutreten, z. B. einer Schule, einem Arbeitsplatz oder einer geografischen Region, um auf einfache Weise mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und zu interagieren. Die Nutzer/innen können Nachrichten veröffentlichen, die ihre Freunde sehen können, und ihr persönliches Profil aktualisieren, um Freunde über sich selbst zu informieren. Die Website hat weltweit mehr als 69 Millionen aktive Nutzer/innen und belegte im September 2007 Platz 7. Mit 14 Millionen hochgeladenen Fotos pro Tag ist sie die beliebteste Website zum Hochladen von Fotos.

MySpace. Dies ist eine beliebte Social-Networking-Website, die ein interaktives, von den Nutzern eingereichtes Netzwerk von Freunden, persönlichen Profilen, Blogs, Gruppen, Fotos, Musik und Videos für Jugendliche und Erwachsene weltweit bietet. Das 100-millionste Konto wurde am 6. August 2006 in den Niederlanden erstellt, und am 8. September 2006 wurde die Zahl der Konten mit 106 Millionen angegeben. Berichten zufolge verzeichnet die Seite 230.000 Neuanmeldungen pro Tag.

YouTube. Dies ist eine Video-Sharing-Website, auf der Nutzer/innen Videoclips hochladen, ansehen und mit anderen teilen können. Sie nutzt die Adobe Flash-Technologie, um eine Vielzahl von nutzergenerierten Videoinhalten anzuzeigen, darunter Filmclips, Fernsehclips und Musikvideos, aber auch Amateurinhalte wie Video-Blogging und kurze Originalvideos. Im November 2006 übernahm Google Inc. das Unternehmen für 1,65 Milliarden US-Dollar in Google-Aktien. Im Juli 2006 gab das Unternehmen bekannt, dass täglich mehr als 100 Millionen Videos angeschaut werden. Im Juni 2006 wurden 2,5 Milliarden Videos angeschaut. Im Mai 2006 wurden täglich 50.000 Videos hinzugefügt, im Juli waren es bereits 65.000. Allein im Januar 2008 haben fast 79 Millionen Nutzer/innen über 3 Milliarden Videos auf YouTube angesehen.

Second Life (abgekürzt SL) ist eine internetbasierte virtuelle Welt, die im Jahr 2003 ins Leben gerufen wurde. Ein herunterladbares Client-Programm, der Second Life Viewer, ermöglicht es seinen Nutzern, den Bewohnern, über bewegliche Avatare miteinander zu interagieren und bietet eine fortgeschrittene Stufe eines sozialen Netzwerks, kombiniert mit allgemeinen Aspekten eines Meta-Verses. Die Bewohner/innen können erkunden, andere Bewohner/innen treffen, Kontakte knüpfen, an Einzel- und Gruppenaktivitäten teilnehmen, virtuellen Sex haben und Gegenstände (virtuelles Eigentum) und Dienstleistungen voneinander herstellen und tauschen. Ende März 2008 waren etwa 13 Millionen Konten registriert, von denen allerdings ein großer Teil inaktiv ist; einige Bewohner/innen haben mehrere Konten. Im Januar 2008 verbrachten die Bewohner/innen 28.274.505 Stunden, d.h. im Durchschnitt waren zu einem bestimmten Zeitpunkt etwa 38.000 Bewohner/innen eingeloggt.

Welche Gemeinsamkeiten siehst du eigentlich? Du siehst sozial ausgerichtete Websites, die versuchen, Gemeinschaften über Mundpropaganda zu schaffen. Jede Seite bietet einzigartige und überzeugende Gründe für dich, Mitglied in ihrer jeweiligen Gemeinschaft zu werden, wobei jede Seite andere Werte und Überzeugungen teilt.

Sie nutzen einen Ansatz, den man als virales Marketing bezeichnen könnte, bei dem die sozialen Netzwerke genutzt werden, um den Bekanntheitsgrad der Website zu erhöhen, mit dem Ziel, ein Produkt zu vermarkten oder zu verkaufen. Virales Marketing ist im Wesentlichen die Macht der Mund-zu-Mund-Propaganda, die durch die Netzwerkeffekte des Internets veranschaulicht wird.

Der überzeugendste Grund von allen, den du als echter Vermarkter in den obigen Informationen beachten solltest, ist die massive Menge an Traffic, die generiert wird auf diesen Websites, die dir großartige Geschäftsmöglichkeiten bieten, die du nicht ignorieren darfst.

Hier noch ein Hinweis für alle Vermarkter. Am Ende des ersten Quartals 2008 gab es allein auf den oben genannten großen Social-Networking-Plattformen 270 Millionen Nutzer (wenn man von doppelten Konten auf verschiedenen Seiten ausgeht), die ein großes Potenzial für virales Marketing bieten.

Ein Denkanstoß für dich: Stell dir vor, du könntest auch nur 0,1 % dieser Nutzer für dein Unternehmen gewinnen – was für einen Umsatz würdest du damit erzielen?

Source by Yoshiko Choy

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